24.11.2010, 11:44 Uhr | Andreas Lerg
Zwei Displays statt einer mechanischen Tastatur. Acer Iconia kommt noch in diesem Jahr in den Handel. (Foto: Hersteller)
Ein Notebook ganz ohne Tasten will Acer noch in diesem Jahr in die Läden bringen. Statt einer Tastatur ist im Iconia ein zweites 14-Zoll-Display eingebaut. Auf dem Bildschirm erscheinen bei Bedarf eine virtuelle Tastatur und andere Bedienelemente. Acer hat das Notebook am Dienstag in New York präsentiert.
Das Acer Iconia besteht wie jedes Notebook aus zwei Hälften, die mit einem Scharnier verbunden sind. Statt der Tastatur ist ein zweites,14 Zoll großes Touchscreen-Display eingebaut. Der obere Monitor dient vor allem als Hauptbildschirm. Der Untere liegt auf dem Tisch und dient der Bedienung des Iconia. Sobald der Nutzer beide Hände auf dem Display ablegt, erscheinen eine virtuelle Tastatur in normaler Größe und ein Trackpad. Der Multitouch-Monitor soll bis zu zehn Berührungen gleichzeitig erkennen. Damit könnte ein Schnelltipper mit dem Zehnfingersystem arbeiten.
Ohne die Tastatur zeigt das untere Display mit dem Acer Ring ein spezielles Bedienelement. Das erinnert ein wenig an die Computer aus der Science-Fiction-Serie Star Trek. Über diesen Ring soll der Nutzer Dateien durchsuchen und öffnen, Internetseiten aufrufen und Bilder der digitalen Fotosammlung bearbeiten können. Außerdem kann er mit den von Smartphones und Tablet-PC bekannten Fingergesten auf den Displays des Acer Iconia beispielsweise zoomen und scrollen. Acer liefert Software mit, die verschiedene Buttons und Funktionen von Windows 7 vergrößert darstellt und damit fingertauglich macht. Beide Displays haben eine Auflösung von 1366 mal 768 Bildpunkten und können auch als ein großes Desktop-Display den gesamten Arbeitsplatz gemeinsam darstellen.
Die beiden 14-Zoll-Displays schlagen sich natürlich vor allem im Gewicht nieder. Denn das Acer Iconia bringt fast drei Kilo auf die Waage und ist damit deutlich schwerer als konventionelle Notebooks von gleicher Größe. Außerdem verbrauchen beide Monitore viel Energie. Der Akku ist in unter drei Stunden leer. In Deutschland will Acer das Iconia ausschließlich mit Intels Core i5-480M-Prozessor, 4 Gigabyte Arbeitsspeicher und einer Festplatte mit 640 Gigabyte anbieten. Ein Schnäppchen ist das Acer Iconia nicht, denn der Preis soll bei etwa 1500 Euro liegen. Dafür bekommt der Käufer aber noch nicht einmal ein optisches Laufwerk. Das kann als Zubehör an den USB-3.0-Anschluss angeschlossen werden. Bluetooth, eine 1,3-Megapixel-Webcam und ein HDMI-Anschluss sind vorhanden.
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Das Acer Iconia soll noch in diesem Jahr zuerst in Europa in den Handel kommen und spätestens im Januar auch in den USA. Auf der Pressekonferenz in New York präsentierte Acer neben dem Iconia noch vier Tablet-PC. Darunter sind zwei 10-Zoll-Tablets, von denen eines mit Windows 7 und eines mit Android arbeitet. Ein 5- und ein 7-Zoll-Tablet nutzen ebenfalls das Google-Betriebssystem.
Andreas Lerg
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