27.01.2011, 16:23 Uhr | Andreas Lerg
In so manchem Fotoschrank schlummert ein halbes Leben auf gerahmten Dias. Bilder aus Kindheit und Jugend wecken Erinnerungen und verstauben doch all zu oft unbetrachtet in den Magazinen und Stapelkästen. Bei vergilbten Papierabzügen ist oft genug noch ein intaktes Negativ vorhanden. Dias und Negative zu digitalisieren ist kein Hexenwerk und mit einem Durchlicht- oder Diascanner auch zu Hause recht einfach möglich.
Fotoenthusiasten, die umfangreiche Sammlungen an Dias fein säuberlich in Diakästen sortiert im Schrank stehen haben, möchten oft die besten Bilder auch digital nutzen. Moderne Diascanner leisten hier gute Dienste. Es gibt einfache Diascanner, in die der Nutzer Dias einzeln oder mehrere in einem Schieber einlegt. Auch für normale Negative haben diese Scanner einen Einschub. Die speziellen Scanner sind im Handel ab 100 Euro zu bekommen, können aber ausschließlich Dias und Negative scannen.
Wenn es um große Mengen geht, gibt es beispielsweise von Braun Geräte, die wie ein Diaprojektor ohne Objektiv aussehen und handelsübliche Diamagazine automatisch durchscannen. Die Dias muss der Nutzer also erst gar nicht Stück für Stück aus dem Magazin holen und manuell einlegen. Allerdings sind solche Magazin-Scanner mit circa 1000 Euro nicht gerade billig und können nur Dias, aber keine Negative scannen, es sei denn, der Nutzer würde diese zuvor alle einzeln rahmen.
Für gelegentliche Dia-Scans und für Papierabzüge bietet sich ein Flachbettscanner mit Durchlichtoption an. Diese Geräte sind am flexibelsten und teilweise schon recht günstig zu bekommen. Egal welche Art von Scanner Sie kaufen, die optische Auflösung zum Scannen von Durchlichtvorlagen sollte mindestens 1800 Bildpunkten (dpi), besser 2700 dpi betragen.
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Moderne Diascanner und die dazu gehörige Software können Staub und Kratzer auf den Bildern oft schon gut erkennen und diese Störungen recht brauchbar beseitigen. Dennoch ist das Ergebnis immer nur so gut wie das Original. Liegt also ein beschädigtes oder im Laufe der Jahre verblasstes oder vergilbtes Dia vor, kann der Dia-Scanner es natürlich nicht mehr in den Originalzustand versetzen. Moderne Bildbearbeitungsprogramme ermöglichen aber, leichte Fehlbelichtungen oder Farbstiche zu korrigieren.
Dias und Negative sollten vor dem Scannen vorsichtig mit einem antistatischem Pinsel und Druckluft gereinigt werden. Die richtige Druckluft gibt es in speziellen Dosen im Fotofachhandel. Verwenden Sie ausschließlich diese spezielle Druckluft, denn sie garantiert trocken und ölfrei. Tragen Sie dabei dünne weiße Stoffhandschuhe, die es ebenfalls im Fotofachhandel gibt. Auch wenn Sie Diarahmen nur am Rand berühren sollten schützt der Handschuh vor Fingerabdrücken, wenn Sie einmal abrutschen. Die Handschuhe sind besonders beim Umgang mit Negativstreifen unerlässlich.
Wer kein Problem damit hat, seine Dias vorübergehend aus der Hand zu geben, kann auch einen der zahlreichen Dia-Scandienste in Anspruch nehmen. Sie sollten allerdings die Preise vergleichen. Scandienste verlangen für das Scannen eines Dias abhängig von der gewünschten Auflösung zwischen 20 und 40 Cent und meist noch eine Pauschale für das Brennen einer CD oder DVD. Über Mengenrabatte wird das Scannen auch meist günstiger. Fragen Sie beim örtlichen Fotofachhandel oder auch den großen Elektronikfachmärkten nach einem Dia-Scandienst.
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