24.11.2009, 10:23 Uhr | Gerd Peters
Das leisten die neuen DSLR Mittelklasse-Modelle. (Foto: Olympus)
Spiegelreflexkameras beschränken sich nicht mehr auf das Standbild – eine gute Mittelklasse-DSLR kann inzwischen auch Filme in HD-Qualität aufnehmen. Manche beherrschen zusätzlich ein oder zwei schicke Foto-Tricks. Besonders mit der guten Bildqualität konnten die Kameras punkten: Die meisten DSLR im Test bieten eine Bildqualität, die bisher nur mit teuren semiprofessionellen Kameras möglich war.
Das Magazin Chip Test & Kauf hat sechs Spiegelreflex-Kameras auf Herz und Nieren geprüft – neben den Mittelklasse-Modellen zwischen 500 und 700 Euro auch die deutlich teurere Pentax K-7. Die Panasonic Lumix DMC-GF1 vertritt im Test die Kameras mit Micro Four-Thirds Sensor. Diese Kameras besitzen wie Standard-DSLR ein wechselbares Objektiv, sitzen aber in einem viel kompakteren Gehäuse.
Mit einem 15,1 Megapixel-Sensor ausgestattet knipst sich die Canon EOS 500D an die Spitze des Testfelds. An die Qualität ihrer Fotos kommt keine andere SLR im Test heran. Selbst die 1100 Euro teure Pentax K-7 muss gegen das Canon-Modell passen – besonders das starke Bildrauschen bei höheren Belichtungsstufen schlägt bei der Pentax negativ zu Buche. Das gleiche Problem hat die Mini-SLR von Panasonic: Wegen des Bildrauschens, ihrem schwachen Akku und der Auslöseverzögerung landete die Lumix DMC-GF1 auf dem letzten Platz. Den Preis-Tipp sahnt die Nikon D5000 ab. Für runde 550 Euro bietet die Kamera eine sehr gute Bildqualität – nur der Weißabgleich fällt etwas dunkel aus.
Große und hoch auflösende Displays werden auch in der mittleren Preisklasse immer üblicher. Die Canon EOS 500D besitzt den größten Bildschirm unter den Kandidaten, er misst stolze 7,5 Zentimeter. Videos in HD-Qualität können Sie mit den aktuellen Kameras ebenfalls aufnehmen. Die meisten Kameras filmen mit der kleinen HD-Auflösung (720p), die Canon EOS 500D bewältigt mit der Full-HD Auflösung eine größere Datenmenge. Das schafft sie allerdings nur mit der geringen Rate von 20 Bildern pro Sekunde.
Ein besonderes Feature der Sony-DSLR Alpha 500 ist ihre HDR-Aufnahmefunktion. Mit ihr schießt die Kamera zwei unterschiedlich stark belichtete Fotos und legt sie selbstständig übereinander. So bekommt der Fotograf ein Bild mit stark erweitertem Kontrastumfang und leuchtenden Farben. Die Funktion erleichtert HDR-Fotografen die Arbeit: Bislang konnten diese Bilder nur nachträglich am PC erzeugt werden. Die genauen Testergebnisse und Tipps zum DSLR-Kauf finden Sie im Artikel von Chip Test & Kauf bei Computer-Insider.
Die getesteten Kameras haben in Sachen Bildqualität zu den semiprofessionellen DSLR aufgeschlossen. Heute bekommen Sie in der Mittelklasse eine Bildqualität geboten, die bis vor kurzem nur mit deutlich teureren Profikameras auf den Speicherchip gebannt werden konnte. Die Canon EOS 500 D ist dabei Klassenbeste im Test, mit der Nikon D5000 ganz dicht auf den Fersen. Unser Tipp, wenn Sie von einem Kamerasystem bereits Objektive und Zubehör haben, lohnt es sich, ein aktuelles Gehäuse zu kaufen. Neueinsteiger haben die Qual der Wahl, denn alle Testkandidaten arbeiten auf sehr hohem Niveau. Einen weiteren Überblick über Spiegelreflexkameras hier in unserer Foto-Show.
Gerd Peters
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