05.09.2009, 09:40 Uhr | Carsten Spieß
Das Netbook Sony Vaio X ist 14 Millimeter dünn. (Foto: Katja Lenz, t-online.de)
Die Computer-Brache speckt ab. Massiv sogar. Die Hersteller haben ihre Notebook-Modelle für die ins Fitnessstudio geschickt und ordentlich trainieren lassen. So bringt Sony mit dem Vaio X ein Netbook, das noch dünner ist als das Apple MacBook Air.
Doch die Hersteller haben nicht nur etwas für die schlanke Linie der neuen Notebooks getan - auch für Ausdauer und Leistung wurde kräftig geackert. Wer diesen Herbst ein Notebook kauft, darf sich auf ein schlankes Gerät freuen, in dem so viel Rechenpower steckt, wie wohl noch nie zuvor.
Möglich macht’s der neue Atom 330-Prozessor aus dem Hause Intel. Gut, wirklich neu ist der Chip nicht, doch wird die mit 1,6 Gigahertz getaktete Doppelkern-CPU nun endlich in den kleinen und beliebten Netbooks verbaut. Gepaart mit Nvidias Ion-Grafiklösung ist es für die kleinen Computer kein Problem mehr, selbst rechenintensive Full-HD-Filme ruckelfrei abzuspielen. Eine Aufgabe, an denen die Mini-Computer bislang ziemlich zu knabbern hatten.
Den aktuellen Notebook-Trend verkörpert auf der IFA insbesondere das brandneue Sony Vaio X. Mit 14 Millimetern ist das 11,1-Zoll-Netbook flacher als Apples MacBook Air und soll zudem inklusive Akku gerade einmal 700 Gramm auf die Waage bringen. Der schafft es übrigens auf 7,5 Stunden im Office-Betrieb, ein Zusatzakku soll die Dauer auf 16 Stunden ausdehnen. Im Sony Vaio X steckt zudem richtige Luxus-Technik wie Intels schnellster cULV-Prozessor und eine 256 Gigabyte große Solid State Disk. Da das Notebook den 3G-Standard unterstützt, wird es wohl auch bei Mobilfunkanbietern mit einem Vertrag gekoppelt erscheinen und zwischen 999 und 1999 Euro kosten.
Die Notebooks und Netbooks von morgen sind nicht nur schnell und schlank. Die Mobil-PC erlauben zudem schnellen Überall-Zugriff auf das Internet. Mittels eingebauter 3G-Technik, die schon lange aus dem Handy-Bereich bekannt ist, kann der Anwender jederzeit Surfen, E-Mails versenden, Fotos ins Internet hochladen oder was auch immer einem so einfallen mag. Via UMTS-Verbindung, die Übertragungsraten bis zu 3,6 Megabit/Sekunde erlaubt, geht das alles sogar ziemlich flott.
Doch nicht nur Notebooks wurden ins Trainingslager geschickt - die Hersteller haben endgültig die großen grauen Desktop-PC-Kisten aus dem Rennen genommen. So genannte All-in-one-PC sind der heiße Trend bei den “klassischen” Schreibtisch-Computern. PC und Monitor - alles in einem Gehäuse, Tastatur und Maus werden dadurch fast überflüssig. Die althergebrachten Eingabegeräte werden durch berührungsempfindliche Touch-Displays ersetzt. Dank der Unterstützung von Windows 7 ist es ein Vergnügen, alle Funktionen des Betriebssystems allein mit den Fingern zu bedienen.
Carsten Spieß
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