02.06.2009, 09:24 Uhr | Sascha Plischke
Neue Attacke auf Google – Microsofts "Bing" soll vieles leichter machen.Microsoft startet einen neuen Google-Konkurrenten: Unter dem Namen Bing ist heute eine neue Suchmaschine des Konzerns gestartet, die es mit Googles dominantem Such-Tool aufnehmen kann. Microsoft kündigt sein neues Web-Tool dabei nicht als Such-, sondern als Entscheidungsmaschine an. In vielem eifert Microsofts neuer Suchkosmos dem Konzept des großen Konkurrenten nach – noch kann Bing es aber nicht mit Google aufnehmen.
Foto-Show Microsofts neue Entscheidungs-Maschine Bing
Foto-Show So nutzen Sie alle Funktionen von Bing
Auf den ersten Blick ähnelt Bing Konkurrent Google sehr: Auf der Startseite findet sich auch hier nur das Suchfeld, daneben Links zu Bilder- und Video-Suche, einem Shopping- und News-Verzeichnis sowie zu Microsofts ebenfalls neu gestaltetem Kartendienst. Abgesehen von dem regelmäßig wechselnden Foto-Hintergrund sieht das alles noch sehr nach Google aus. Erst auf den zweiten Blick ist zu erkennen, wo Microsoft sich mit Bing von Google absetzen will. So bietet die Startseite passend zu dem wechselnden Look Suchvorschläge und Informationshappen, etwa zu den Niederlanden.
Auch hinter den Links zur Suche nach Bildern und Videos verbergen sich innovative Funktionen. So bereitet Bing seine Bild-Suchergebnisse grafisch auf und stellt sie als hübschen Haufen von Fotografien dar. Noch hübscher die Videosuche: Die zeigt übersichtlich alle Filme zu einer bestimmten Suchanfrage, fährt der Nutzer mit der Maus über eines der Videos, startet es automatisch in dem kleinen Vorschaubildchen. So kann man sich schon vor dem Klick einen Eindruck von dem Video machen. Die wirklichen Innovationen sollen laut Microsoft jedoch unter der Haube von Bing stecken – in einer brandneuen Art nämlich, Informationen aus dem Internet zu ziehen und aufzubereiten.
Microsoft verspricht, dass Bing es den Nutzern noch einfacher macht, mit der Informationsflut im Internet fertig zu werden. Im Unterschied zu Google soll die Auflistung der Suchergebnisse nicht lediglich dem Grad ihrer Beliebtheit folgen, sondern vor allem logischen Kategorien. So werden beispielweise Produkttests in Gruppen und nach verschiedene Produkteigenschaften sortiert. Auf diese Weise will Microsoft es den Internetnutzern erheblich leichter machen, sich für die das schönste Reiseziel, die beste Digitalkamera oder den kompetentesten Arzt zu entscheiden. Ob Bing dieses Versprechen halten kann, muss die Zeit zeigen.
In den Genuss all dieser Features von Bing kommen Sie jedoch vorerst nur, wenn Sie die Suchmaschine auf Englisch umstellen. In der deutschen Version erhalten Sie bisher nur eine abgespeckte Version, die abgesehen vom Foto-Hintergrund ganz ohne grafische Schmankerl auskommen muss. Auch im Hintergrund soll hier noch der Suchalgorithmus der Microsoft Live-Suche werkeln, die noch nicht viel mit Microsofts geplanter Suche-Revolution zu tun hat. Wie Sie die nötigen Einstellungen in Bing vornehmen, verrät Ihnen unsere Foto-Show.
Sascha Plischke
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