23.08.2010, 11:49 Uhr | Andreas Lerg
Sony stellt auf der IFA 2010 unter anderem das neue NEX-Kamerasystem vor. Die HD-Videokamera NEX-VG10E nutzt die Wechselobjektive der beiden Systemkameras NEX-3 und NEX-5. Damit bietet Sony die erste noch bezahlbare HD-Videokamera mit Wechselobjektiven an. Einen Überblick über diese IFA-Neuheit zeigt unsere Foto-Show.
Die Handycam NEX-VG10E von Sony ist sehr kompakt und mit 1200 Gramm auch recht leicht, bietet dem ambitionierten Videofilmer aber die gleiche Flexibilität, die bisher vor allem die Domäne der Spiegelreflexfotokameras war. Über das E-Mount-Bajonett kann der Nutzer die verschiedenen Objektive, die vom Weitwinkel bis zum dicken Tele reichen, sehr schnell und einfach wechseln. Die für Fotografie entwickelten Objektive bieten einen weiteren Vorteil. Da der Hobbyfilmer die Blende des Objektives manuell einstellen kann, steht für die Videoaufnahmen eine Tiefenschärfe zur Verfügung, die keine herkömmliche Kompaktvideokamera bieten kann.
Das E-Mount-Bajonett nimmt aber nicht nur die Objektive der NEX-Serie auf. Über einen Adapter kann der Hobbyfilmer auch alle Objektive der Sony-Spiegelreflexkameras der Alpha-Baureihe nutzen. Damit lassen sich dann alle erdenkliche Aufnahmesituationen bewältigen, denn die Objektivpalette reicht vom Makroobjektiv bis zum Super-Teleobjektiv. Im Lieferumfang der Kamera ist das Objektiv SEL18200 enthalten, das einen 11-fachen Zoom mit einer Brennweite von 18 bis 200 Millimetern bietet und eine optische Bildstabilisierung gegen verwackelte Aufnahmen. Der eingebaute Motor arbeitet nahezu lautlos, damit er bei leisen Szenen nicht hörbar ist, wenn die Schärfe nachgezogen wird.
Die Sony Handycam NEX-VG10E filmt in Full-HD-Auflösung mit 1980 mal 1080 Bildpunkten. Der eingebaute Exmor APS HD CMOS Sensor bietet eine Auflösung von 14,2 Megapixeln. Besonders interessant ist, dass er über 19 Mal größer ist als der Bildsensor in einem herkömmlicher Camcorder. Das soll deutlich brillantere und schärfere Ergebnisse liefern, Sony verspricht eine "fast cineastische Anmutung". Mit dem Bildsensor kann der Nutzer auch Fotos mit einer Auflösung von 12 Megapixeln bei einem Bildformat von 16:9 schießen. Nutzt er das 3:2-Format, stehen 14 Megapixel zur Verfügung.
Für guten Ton sorgt ein Raumklang-Mikrofon mit vier Aufnahmekapseln, das vier verschiedene Klangfelder aufzeichnet. Daraus mischt die Elektronik ein Dolby-Stereo-Signal zusammen. Die Elektronik optimiert das Ergebnis, indem sie störende Umgebungsgeräusche erkennt und filtert. Der engagierte Hobbyfilmer kann zudem externe Mikrofone anschließen. Ende September kommt die Kamera für 1999 Euro in den Handel.
Andreas Lerg
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