02.08.2010, 14:13 Uhr | Christian Fenselau
Eine Familie ignorierte die Straßensperrungen und verbrachte drei Nächte unfreiwillig in der Wildnis.
Dem Navi trotz Straßensperren blind gefolgt: So hat es eine australische Familie getan, die sich daraufhin auf einem Feldweg festgefahren hat. Wie der Sydney Morning Herald berichtete, musste die vierköpfige Familie mit Hund vier Tage in der Wildnis ausharren, bis Rettung kam. Der Weg war abgesperrt, weil der Darling River im Bundesstaat New South Wales aufgrund starker Regenfälle über die Ufer getreten war und den Weg damit unbefahrbar machte. In der Region ist bekannt, dass die Wegstrecke entlang des Flusses bei starkem Regen gefährlich werden kann. Das Navigationsgerät konnte das natürlich nicht wissen. Solche und weitere Missgeschicke haben wir in unserer Foto-Show die spektakulärsten Navi-Pannen zusammengestellt.
Sicher, ein Navigationsgerät ist eine tolle Hilfe. Es führt Autofahrer je nach Wunsch auf schnellstem oder kürzestem Weg zum Ziel. Zumindest in der Theorie. Dass die Praxis mitunter anders aussieht, hat fast jeder Besitzer eines Navigationsgeräts schon mal erlebt. Dann ist es wichtig, kühlen Kopf zu bewahren. Sonst können die Folgen falscher oder falsch verstandener Navi-Anweisungen alles andere als glimpflich verlaufen. Immer wieder kommt es zu spektakulären Irrfahrten oder spektakulären Schäden. So wie dem 85-jährigem Mann, der plötzlich auf einer Autobahnauffahrt wendete und so einen Unfall mit einem uralten Rolls Royce verschuldete. Der Oldtimer war eine Spezialanfertigung, der Schaden ist unbezahlbar.
Ein entscheidender Unterschied gegenüber einer Wegstreckenführung per Landkarte ist manchmal nicht nur, dass ein Navigationsgerät bequemer ist. Es fördert bei einigen auch, mit dem Einschalten des Geräts gleichzeitig den Verstand auszuschalten. Oft lässt sich anders nicht erklären, warum jemand sich mit seinem Auto nachts im Wald verirrt, direkt in einen Fluss oder auf die Bahnschienen fährt. Letzteres geschah einer Autofahrerin in der Nähe von Hamburg. Sie hatte den Abbiegepfeil falsch gedeutet, die Straße direkt neben den Schienen war gemeint.
"Computer sind doof", sang schon die NDW-Band Spliff Anfang der 80-er Jahre. Damit war gemeint, dass die Geräte nicht mitdenken, sondern ausführen, was ihnen aufgetragen wird. Auch Navis sind in diesem Sinne doof – sie können nicht ahnen, was der Fahrer tatsächlich meint. Wer ein Ziel falsch eintippt, muss folglich nicht damit rechnen, dass der elektronische Helfer ihn exakt zum eingegebenen Ziel führt. Wer Carpi eintippt, obwohl er nach Capri will, wird nach Carpi fahren, wenn er dem Navi folgt. So erging es schwedischen Touristen in Italien. Und wer den Fußgängermodus einstellt, darf sich nicht wundern, wenn das Navi ihn über eine Treppe führt. In unserer Foto-Show der Navi-Pannen haben wir die besten Geschichten gesammelt. Welche Navigationssysteme ihre Aufgabe gut erledigen, erfahren Sie im Testbericht "Preiswerte Navigationsgeräte im Vergleich".
Christian Fenselau
Vielfahrer schrieb:
am 15. August 2011 um 10:41:19
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Navi
Ein Navi ist meist sehr nützlich, wenn man einige Regeln beachtet: 1. Ziel im Vergrößerungsmodus ansehen, ob es richtig ist (Berlin
gibts z.B. x-mal in D) und die Routenführung sinnvoll ist, 1. am besten im Karten-Modus fahren (man sieht leichter, ob die Route SInn macht), 3. trotz Navi: Verkehrszeichen beachten! 4.
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blümchen schrieb:
am 3. August 2010 um 13:40:08
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navipannen
Man darf halt nicht vergessen, das immer noch der Fahrer die Gewalt über sein Fahrzeug hat. Das Navi ist nur ein/e gute/r oder
weniger gute/r Beifahrer/in, der aus seinem Strassenatlas vorliest, wo es langgeht. Das navi darf nicht mit einem Autopiloten verwechselt werden - soweit sind wir noch nicht!
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Richter schrieb:
am 2. August 2010 um 19:20:57
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Navi-Pannen
Ich fahre übermorgen mit dem Nachbarn ins Erzgebirge. Mal sehen ob uns sein Navi über Russland oder Frankreich dahin führen
will. Aber ich habe ja zur Not noch eine Deutschlandkarte mit.
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