26.03.2010, 14:57 Uhr | Christian Fenselau
Früher war alles besser, sagen einige. Warum? Vielleicht auch, weil die Technik-Hersteller heutzutage Freescale, Compal, Huawei, Eston oder Ezy heißen. Nichts gegen diese mehr oder weniger klangvollen Namen, aber früher gab es in der Unterhaltungselektronik-Branche Grundig, Telefunken, Saba und Dual. Die meisten dieser alten Traditionsmarken sind verschwunden. Telefunken ist noch da und setzt ein deutliches Lebenszeichen. Und das ausgerechnet in einem Markt, dem die Zukunft gehört und der deshalb extrem umkämpft ist: Telefunken hat das Touchscreen-Tablet T9HD angekündigt.
Beim sich neu entwickelnden Markt rund um das Internet-Tablet möchte die Telefunken Holding mit Sitz in Berlin, die die Marke Telefunken führt, auch mitmischen und bringt das T9HD auf den Markt. Dafür hat sich der Hersteller auf eine deutlich kleinere Tablet-Variante spezialisiert als etwa Apple oder der deutsche Hersteller Neophonie mit dem WePad. Der Touchscreen des rund 200 Gramm schweren T9HD zeigt 800 x 480 Pixel, hat eine Diagonale von 4,3 Zoll (11 cm) und ist damit ein Stück größer als ein Smartphone, aber noch klein genug für die Manteltasche. Die Displays von iPad und WePad sind mehr als doppelt so breit.
Telefunken sieht den T9HD als Alleskönner: Internet ist per WLAN möglich. Dabei wird das Tablet im Gegensatz zum Apple iPad oder iPod Touch auch Flash-Inhalte anzeigen können. Via Flash ist es auch möglich, das Tablet als Spielgerät zu nutzen. Für guten Klang bei der MP3-Wiedergabe oder als Radio soll der integrierte Yamaha-Soundchip sorgen. Eine Besonderheit ist der HDMI-Anschluss an der Seite. Damit ist es möglich, Filme vom T9HD auch auf dem Fernseher anzuschauen, sogar in HD.
Den Telefunken T9HD wird es in vier verschiedenen Farben zu Preisen ab 400 Euro geben, integriert sind 8, 16 oder 32 Gigabyte Speicherplatz. Ein Kartenschacht an der Seite sorgt dafür, das Speichervolumen weiter zu erhöhen. Bei der Musikwiedergabe soll der Akku erst nach 20 Stunden schlapp machen, beim Filme schauen nach zehn – das reicht locker für den achtstündigen Warhol-Film Empire – oder fast für dreimal Ben Hur hintereinander. In Asien ist das Gerät als iStation T9HD schon einige Monate erhältlich. In Deutschland wird es voraussichtlich im Frühjahr zu kaufen sein.
Christian Fenselau
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